Termine

(Z’)VÜ

Die Konzert-Saison 2026/27 der Neuen Musik in St.Ruprecht steht unter dem Titel

(Z’)VÜ

Das Dialektwort “vü” kann mit “viel” übersetzt werden, “z’vü” mit “zuviel”. “Vü” ist nicht nur eine Mengenangabe, sondern kann auch eine Be- bzw. Verstärkung eines Begriffs erreichen.

Gesucht wurden Projekte, die keine Scheu vor Grenzbereichen in Musik und Sound haben. Was und wieviel kann viel sein? Ab wann wird es zuviel oder “vü z’vü”? Bedeutet (zu)viel immer Brachialität oder gibt es noch andere spannende Aspekte? Ausgeklügelte Annäherungen an Klangereignisse, die Hörgewohnheiten möglicherweise umgehen und aufbrechen, sollen die Grenzen im Kirchenraum ausloten.

Die Konzertreihe der Neuen Musik St.Ruprecht lässt seit 20 Jahren die Klänge der Jetztzeit / Gegenwart auf die beinahe ältesten Mauern Wiens treffen und erfreut sich an den Produkten.


KNUSP 2026/27

12. September 2026 – FriForma Celje
13. September 2026 – Ruprechtskirche Wien

Mit KNUSP möchten wir – das KuratorInnen-Team der Neuen Musik St.Ruprecht – ein neues Format der Begegnung etablieren. Einmal pro Saison laden wir geschätzte MusikerInnen der Echtzeitmusik ein um sich mit uns musikalisch auszutauschen.

Bei dieser Zusammenkunft sollen verschieden Formen von Synergien gepflegt und kultiviert werden: Die soziale Vernetzung, ein bekennen zueinander, eine Handreichung und Anerkennung unter KollegInnen und MitstreiterInnen. Aber noch viel wichtiger, das gemeinsame Erschaffen und Erleben, sich begegnen in Aufgeschlossenheit, Aufmerksamkeit und Respekt.

Tiziana Bertoncini | Violine
Teresa Doblinger | Klarinette
Gobi Drab | Blockflöten
Klaus Haidl | Saiteninstrumente

http://teresadoblinger.com/
https://gobidrab.at/
https://haidl.klingt.org/


27. September 2026 – false cathédrale

false cathédrale ist eine Konzertperformance, die sich aus zwei kontrastierenden und zugleich unmittelbar im Bezugzu- bzw. auseinander (ent)stehenden Teilen zusammensetzt.

Ausgangspunkt ist das Werk Cathédrale II, Mobile für 2-16 Harfen, wobei sich in diesem Fall für die Version für 8 Harfen entschieden wurde: Harfe Solo live und 7 weitere Harfen in zugespielter Form. Roman Haubenstock-Ramati konzipierte das Werk Cathédrale II als Raummusik, was quasi als Klanginstallation zu begreifen ist.

Aus diesem 25minütigen ersten Teil wird in Folge der zweite Teil false cathédrale entwickelt, was den eigentlichen Spannungsbogen der Performance darstellt. Die Elektronik bedient sich an den Bausteinen des Ursprungswerks Cathédrale I. Allerdings wird das Tonband-Material nun in Echtzeit bearbeitet, umgeformt, weitergestaltet und völlig frei verarbeitet. Es entsteht ein neue in Echtzeit gestaltete Komposition und Kathedrale, die sich nun allerdings durch ihre Fragilität und Fluidität auszeichnet.

Maura Knierim | Harfe
Florian Rabl | Tontechnik und Elektronik

https://mauraknierim.de/
https://www.rabl.fm/


01. Oktober 2026 – Fluchtlinien / KNUSP

in Kooperation mit dem Kunsthaus Muerz

ACHTUNG: Diese Veranstaltung findet im Kunsthaus Muerz statt.

Beginn 18:00

freier Eintritt

https://www.kunsthausmuerz.at/veranstaltungen/fluchtlinien/

KOFOMÜ (Komponist:innenforum Mürzzuschlag)

18.00 Uhr / Toni Schruf Gasse
Heidrun Primas – Feldstellen

19.00 Uhr / Wiener Straße 35
Weg aus Mürz (Uraufführung)
Schüler:innen des Herta Reich Gymnasiums
Stephan Matyus – Erarbeitung, Dramaturgie, Regie

19.45 Uhr / kunsthaus muerz
Fluchtlinien (Uraufführung)
Gina Mattiello – Stimme, Textfassung, Dramaturgie
Adrián Artacho – Komposition, Performance,Lichtkonzeption
Reinhold Schinwald – Komposition, Live-Elektronik
Stefan Obmann – Posaune

Texte von Herta Reich

KNUSP

Gobi Drab – Blockflöten
Klaus Haidl – Saiteninstrumente

https://gobidrab.at/
https://haidl.klingt.org/


11. Oktober 2026 – Contemporary Young Stars

in Kooperation mit dem Brückenfestival des Kunsthaus Muerz

ACHTUNG: Beginn 17:00!!

Eintritt freie Spende

Mit Contemporary Young Stars präsentieren das brückenfestival des kunsthaus muerz und Neue Musik St. Ruprecht junge Musiker:innen, die sich mit besonderer Neugier, Offenheit und künstlerischem Mut der Musik unserer Zeit widmen. Auf der Bühne begegnen einander junge Interpretinnen aus Wien sowie aus den Musikschulen Mürzzuschlag und Kindberg. Einige von ihnen wurden im Rahmen des Wettbewerbs prima la musica für ihre herausragenden Interpretationen zeitgenössischer Musik ausgezeichnet, andere haben sich durch ihre kontinuierliche künstlerische Arbeit und ihr besonderes Engagement für Neue Musik empfohlen.

Im Zentrum stehen junge Künstler:innen zwischen 10 und 16 Jahren, die zeitgenössische Musik nicht als Ausnahme, sondern als lebendige Gegenwart begreifen. Contemporary Young Stars versteht sich als Plattform für Begegnung, Inspiration und künstlerische Entwicklung – und als Einladung, die Zukunft der Musik aus der Perspektive ihrer jüngsten Interpret:innen zu erleben.

Das Programm spannt einen Bogen von Klassikern des 20. Jahrhunderts bis zu aktuellen Werken zeitgenössischer Komponist:innen. Musik von u.a. Sophie Abraham, Julia Lacherstorfer, Claudia Schwab, Irma-Maria Troy, Evelyn Fink-Mennel, David Bakken, Eckhard Kopetzki, Ian Clarke, Derek Charke, Dmitri Schostakowitsch, Béla Bartók, Charles Camilleri sowie Eigenkompositionen und Improvisationen der jungen Musiker:innen machen die Vielfalt heutiger musikalischer Ausdrucksformen hörbar.

Eine Kooperation von kunsthaus muerz, Neue Musik St. Ruprecht, Musik der Jugend Wien

Mit freundlicher Unterstützung durch das Haus der Musik & Zotter Schokolade


25. Oktober 2026 – J1407b

J1407b ist ein kontinuierlich wachsendes Live-Set für Modularsynthesizer. Inspiriert von dem gleichnamigen Himmelskörper im Sternbild Zentaur, der von einem gewaltigen Ringsystem aus mehr als 30 Ringen umgeben ist – jeder von ihnen mit einem Durchmesser von mehreren zehn Millionen Kilometern. Überwältigende Drones, granulare Klanglandschaften und Aufnahmen der NASA Raumsonde Cassini verwandeln sich allmählich, lösen sich auf und treten in immer neuen Zuständen wieder hervor. J1407b eröffnet einen immersiven, intensiven Klangraum, der die fortwährenden Akkumulationsprozesse dieses kosmischen Systems widerspiegelt: monumentale Ringe aus Gestein, Staub und Leere, die nebeneinander existieren, sich überlagern und gegenseitig durchdringen. Mit jeder Aufführung entwickelt sich dieses Live-Set weiter, indem neues musikalisches Material aufgenommen, transformiert und in die bestehende Struktur eingewoben wird.

Raphaël Languillat | Modularsynthesizer

https://www.raphaellanguillat.com/


08. November 2026 – NOISE of WAR

Interaktive Installation und Performance

in Kooperation mit Wien Modern

10:00–19:00 (Installation)

12:00, 14:00, 16:00, 18:00 (Performances)

Im Zentrum der Arbeit steht die Klangfarbe von Orgelpfeifen aus Zinkblech. Sie ersetzten

Pfeifen aus Zinn-Bleilegierung – auch deshalb, weil diese während der Weltkriege

eingeschmolzen und zu Munition verarbeitet wurden. Die charakteristische, geräuschhafte

Klangqualität von Pfeifen aus Zinkblech ist metallisch und rau – weniger sonor, weniger warm, weniger weich als die von Zinn und Blei. Durch gezielte Veränderungen an der Intonation und präzise Steuerung der Luftzufuhr wird bei der Luftmenge, die den Grundton einsetzen lässt, ein Rauschen in unterschiedlichen Obertonbereichen hörbar – Noise of War.

Die Besucher*innen können sich zwischen den frei im Raum stehenden Orgelpfeifen bewegen. Elektromagnetische Felder rund um die Pfeifen ermöglichen Interaktion und Partizipation. Durch Annäherung verändert sich der Luftstrom und überführt das Rauschen in leise Obertöne. Durch das Zusammenwirken mehrerer Personen entstehen Schwebungen. Die Arbeit ist ein gleichzeitig sichtbarer wie klanglich vergänglicher Erinnerungsort und lädt zur akustischen und persönlichen Spurensuche.

Heike Kaltenbrunner | Konzept, Projektentwicklung, Performance
Boris Shershenkov | Elektronik, 3D-Druck, Performance
Hedieh Khajehzadeh | Performance
Mathia*s Lenz | Maschinenbau, Elektronik, Windkontrolle, Programmierung
Oliver Stotz | Software
Walther Vonbank | Orgelbau (oder genauer ‚Restaurierung der Orgelpfeifen‘)
Frank Dietrich | Programmierung, Elektronik
Sukandar Kartadinata | Elektronik
Michael Luther | 3D Druck
Markus Zepp | Software

https://kaltenbrunner.klingt.org/


14. März 2027 – Overlapping Ongoingness & U:O-Knertoz!

Doppelkonzert

Overlapping Ongoingness ist ein mehrkanaliges Live-Werk, das elektronische Klänge miteinander verwebt Muster auf analogen Synthesizern mit akustischen Materialien. Durch subtil und doch beharrlich Verschiebungen in der Verstärkung, Dichte und räumlichen Verteilung, der Klang bewegt sich zwischen dem Vordergrund und Peripherie, wodurch spontane Interaktionen über Frequenzen und Architektur hinweg erzeugt werden

Raum. Die Arbeit bezieht sich auf (Z’)VÜ als Wiederholung, Sättigung und zeitliche Beharrlichkeit von Klangereignissen und der Abwesenheit von erzeugtem Klang; und erforscht das Nichtquantitative Dimensionen des Übermaßes.

Resonanzen, Verzögerungen und Phasenbeziehungen werden durch die Akustik der Kirche geprägt, Klänge können über ihre Quellen hinaus verweilen, verschwimmen und sich vervielfachen. Das Stück ist verwurzelt in Zuhören als ein situierter, verkörperter Prozess, der kontinuierlich im Raum ausgehandelt wird.

Clara de Asís ist eine Künstlerin und experimentelle Komponistin, die sich mit den Zusammenhängen von beschäftigt Akustik, Zeitlichkeit und die Praxis der Aufmerksamkeit. Ihre Arbeit befasst sich mit Fragen in Bezug auf die Klangwahrnehmung und wie sie durch spezifische soziale und materielle Kontexte geformt wird.

Sie nutzt Elektronik und Klangsynthese sowie eigenwillige Kombinationen von Vorgefundenem Objekte und traditionelle Instrumente; und schafft Werke unterschiedlicher Formate bestehend aus Performances, Audiostücken und Installationen.

https://claradeasis.com

U:O-Knertoz! – Erblene Sie niea azsgeöhnertcilhseu Uo-Knertoz, ads ide Gänzre von Klagn und Raun meui obsolet. Celo auf eoltronshce Klngwleentr triff, ni raumüllfendes Klgnrelesbi, gnaurel Texurest veewbne und Vitrbnaoien etnauchen. Lnaessn Sie hcs von der intneseive aus aktsuimcehm Iatrenkio  eleotnromsechm Klngköer,  vzerzaueben und ebnrele Sie ein Knerotz kplörhcihen Rsennauzarm des  das idens Sinsen bürtü.

Jakob Schauer | Live Electronics
noid | Cello

https://jakobschauer.com/
https://noid.klingt.org/noid.html


11. April 2027 – Maja Osojnik

Details tba


23. Mai 2027 – EX-(Z’)VÜ-OP + Drone & Drone

Doppelkonzert

EX-(Z’)VÜ-OP

Das Thema von (Z’)VÜ in diesem Programm entfaltet sich aus einer doppelten Perspektive: Erweiterung und Opposition.

Aus einer umfassenden Perspektive präsentiert das Programm zwei Werke von Alvin Lucier: Silver Streetcar für Orchester für Triangel solo und Ricochet Lady für Glockenspiel solo. Beide Stücke erforschen, wie minimale instrumentale Mittel eine expansive Klangpräsenz erzeugen können, wobei einfache Gesten ein Übermaß an Resonanz, Akkumulation und räumlicher Diffusion bewirken.

Im Gegensatz dazu steht Mani.Astra von Pierluigi Billone, eine Weltpremiere, die 2025 komponiert und Alberto Anhaus gewidmet wurde. Das Werk ist ein Solo für zwei Glasschalen, das die Klangerzeugung radikal auf fragile, intime Aktionen reduziert, die Übertreibung widerstehen und gleichzeitig das Hören durch mikroskopische Details und physische Nähe intensivieren.

Alle drei Werke zeichnen sich durch eine extreme Einfachheit des Aufbaus aus, die die Aufmerksamkeit vollständig auf die Instrumente selbst lenkt. Gleichzeitig dehnt sich der Klang, insbesondere in Luciers Werken, aggressiv in den Raum aus: Hohe Frequenzen durchfluten den Raum und tauchen das Publikum in ein überwältigendes akustisches Feld ein.

Durch Erweiterung und Opposition zielt das Programm darauf ab, (Z’)VÜ sowohl wörtlich als auch spekulativ zu beleuchten und Exzess als physische, perzeptuelle und imaginative Erfahrung offenzulegen.

Alberto Anhaus | Perkussion

https://www.albertoanhaus.com/

Drone & Drone

Drone & Drone ist eine kinetische Klanginstallation für 12 Paare vietnamesischer Windflöten die in Zusammenarbeit von Cao Thanh Lan (VN) und Gregor Siedl (AT) entstanden ist.

Im Zentrum dieser Arbeit steht der Begriff „Drone“ (Drohne/Bordun) – einerseits als unbemanntes Luftfahrzeug und Sinnbild für die Kriegsführung der Zukunft, andererseits als „Drone“ im Sinne eines heilenden, anhaltenden Klangs, wie er in vielen alten Kulturen weltweit zu finden ist, etwa im gregorianischen Choral, in der Musik der indigenen Völker Australiens, im rituellen Gesang buddhistischer Mönche oder im mongolischen Obertongesang. Drone & Drone lädt zur Kontemplation über die Doppelnatur der Menschen ein: das Potenzial für Schönheit und Zerstörung zugleich.

Einige der frühesten unbemannten Drohnen wurden von der US-Armee während des Vietnamkriegs eingesetzt – primär zur militärischen Beobachtung, für elektronische Kampfführung, Täuschungsmanöver und psychologische Kriegsführung. 

Im Gegensatz dazu stammen die in dieser Installation verwendeten Äolsflöten aus der langjährigen und lebendigen Tradition vietnamesischer singender Drachenflöten, die die Hoffnung der Menschen auf Frieden und Wohlstand symbolisieren. 

Aus klanglich-technischer Sicht ist die Installation Drone & Drone ein psychoakustisches Experiment, bei dem mehrere Phänomene gleichzeitig wirken: Schwebungen – ein langsames Pulsieren zwischen zwei leicht verstimmten Flötenpaaren; Kombinationstöne – die physikalisch nicht im Raum vorhanden sind, sondern aufgrund der nichtlinearen Physiologie im Innenohr wahrgenommen werden; und der Doppler-Effekt, der die Tonhöhe durch die Rotation der Flöten subtil moduliert und Frequenzen in Echtzeit dehnt und staucht. Die Installation bewegt sich an der Schwelle zwischen Physik und Wahrnehmung, wo objektive Wellenformen mit subjektiver Konstruktion verschmelzen. Wie diese Phänomene ineinandergreifen und wie sie unsere Wahrnehmung, Emotionen und Psychologie beeinflussen, bleibt eine subjektive, geheimnisvolle und diskrete Erfahrung für jeden Besucher.

https://siedlcao.com/drone-drone/


04. Juni 2027 – Lange Nacht der Kirchen

Tiziana Bertoncini | Violine
Teresa Doblinger | Klarinette
Gobi Drab | Blockflöten
Klaus Haidl | Saiteninstrumente

http://teresadoblinger.com/
https://gobidrab.at/
https://haidl.klingt.org/


13. Juni 2027 – z’vü oder z’weng?

.. ich erinnere mich an das berühmte Interview von Yngwie Malmsteen auf youtube, als er

meinte.. and he said, you know, less is more, and I said, how can less be more, more is more!

und ich erinnere mich auch an ein Gespräch mit John Tilbury 2013, der sich sicher war, after every concert I think, I should have played less.

Es ist beim Spielen und schon gar beim Improvisieren so schnell „z’vü“. Und daran arbeiten wir, wenn wir es ernst meinen. Viel spielen kann jeder, und das ist keine Absage an die Virtuosität. Die Virtuosität äußert sich nicht nur im Schnellen und Vielen, im Ranierten und Geistreichen, sondern darin, im richtigen Moment das Richtige zu tun – sei es still zu sein oder etwas zu produzieren – ein Geräusch, einen Ton, einen Klang, einen sound, oder mehr. Unsere Virtuosität ist die Achtsamkeit, die Bezugnahme und die Sorgfalt. Das Stillsein ist als Aktion sehr wichtig. Schon die Wiener Klassik, vor allem Haydn und Beethoven, haben die Bedeutung der Pausen dramaturgisch genützt, und Morton Feldman meinte – etwas später – lakonisch, dass Anton Webern der letzte Komponist war, der seine Pausen komponieren konnte, ohne an die (amerikanischen) Klimaanlagen denken zu müssen.

Aber wir denken an 4’33 von John Cage und daran, dass das heute wieder besser ist. Die

Klimaanlagen sind leiser geworden, und es gibt – zumindest in Wien – nach wie vor Orte, in denen es keine gibt, wie die Ruprechtskirche. Eine Pause ist eine Pause ist eine Pause.

Und denken wir an Dr. Murkes Gesammeltes Schweigen von Heinrich Böll. In den 80er Jahren erzähle mir ein ORF-Redakteur davon, dass ein Techniker beim Rundfunk sich den Spass gemacht hatte, genau das mit Bruno Kreiskys lange Sprechpausen zu einem langen Stück des Schweigens (und Luftholens) zusammen zu fügen. Ob er den Text von Böll kannte, weiss ich nicht.

Im Schweigen, in der Stille passiert viel. In der Stille zwischen Klängen passiert ungeheuer viel, passiert z’vü – oder vü z’vü oder z’weng oder nur aweng z’weng?

Ist die Stille bedrohlich? Oder ist sie beruhigend? Ist der horror vacui, die Angst vor der Leere, der Stille größer als die entspannende Ruhe zwischen was auch immer?

Wir versuchen, das heraus zu finden. Machen Sie mit!

 

Thomas Bergammer | Trompete
Gunter Schneider | Kontragitarre
Gerhard Laber | Perkussion und electronics

https://schneider.klingt.org/
https://www.gerhardlaber.net/