Termine

Aufgrund der Covid19-Situation mussten viele der von uns fĂĽr das FrĂĽhjahr 2020 geplanten Projekte in den Herbst verschoben werden. Da wir bemĂĽht sind alle Projekte umzusetzen werden sich diesen Herbst einige Konzerte der Saison 2019/20 zum Thema “endlich” mit den Konzerten der Saison 2020/21 zum Thema “The complexity of simplicity” abwechseln.

Für einen besseren Überblick belassen wir unseren Veranstaltungskalender chronologisch geordnet und werden die Projekt-Zugehörigkeit für Sie kennzeichnen.

 

endlich.

FĂĽr Konzert-Saison 2019/20 wurden Projekte gesucht, welche in einem oder mehreren Aspekten „endlich“ sind bzw. sich mit dem Thema „Endlichkeit“ beschäftigen. Das Ende einer langen Wartezeit, die Ungeduld, schlieĂźlich, am Ende – Raum und Zeit von einem Wort Be-Grenzt. Die Endlichkeit zeigt sich stets am Rande, an der Grenze – ein Ort voller Spannung – dort gilt es hinzusehen.

 

[´zımple] . The complexity of simplicity

Für die Konzert-Saison 2020/21 wurden Projekte gesucht, die die verschiedenen Facetten von Schlichtheit und der ihr inhärenten Komplikationen ausloten. Unter einer anspruchslosen und schmucklosen Fassade verbirgt sich meist eine komplexe Struktur, deren Genialität in der Einfachheit liegt.

 


 

20. August 2020 – Knusperimpro – Beginn 22:00

Mit der Knusperimpro möchten Wir – das Kuratoren-Team der Neuen Musik St.Ruprecht – ein neues Format der Begegnung etablieren. Einmal pro Saison laden wir geschätzte MusikerInnen der Echtzeitmusik ein um sich mit uns musikalisch auszutauschen.

Bei dieser Zusammenkunft sollen verschieden Formen von Synergien gepflegt und kultiviert werden: Die soziale Vernetzung, ein bekennen zueinander, eine Handreichung und Anerkennung unter KollegInnen und MitstreiterInnen. Aber noch viel wichtiger, das gemeinsame Erschaffen und Erleben, sich begegnen in Aufgeschlossenheit, Aufmerksamkeit und Respekt.

Wir haben hierfür einen Ort der Zusammenkunft gewählt, einen sakralen Ort, einen Ort der Stille und des Gebets, aber auch einen Ort des Feierns und der Freude.

Susanna Gartmayer | Bass-Klarinette

Margarete Mayerhofer-Lischka | Kontrabass

Gobi Drab | Flöten

Klaus Haidl | Saiteninstrumente


30. August 2020 – SCHAUM / Klaus Haidl – endlich.

Schaum entspricht seinem Zustand, ein amorphes Konstrukt, welches Leer an Inhalt, im steten Wandel durch die Umwelt, in dieser entsteht, sich bewegt, sie belegt und umschlieĂźt sie dabei reflektiert und verdeckt.

Die Gruppe Schaum improvisiert paradigmenfrei von atonal bis harmonisch, kreativ und reaktiv. Die akustischen Signale der Instrumente werden dabei live abgenommen, elektronisch verändert und anschließend den Musikern zurückgegeben, welche ihr Spiel an die neue Qualität ihrer Klänge anpassen.

So definieren die nicht einsichtigen, sich ständig austauschenden Spannungesverhältnisse der Sphären innerhalb, das endgültige Erscheinungsbild für den Betrachter – Schaum

Klaus Haidl – Guitar/Effects/Noise
Laura Pudelek – Cello/Effects
Ralph Wakolbinger – Drums/Percussions
Florian Höfinger – Live Electronics/Live Samples/Technik


 

20. September 2020 – Les Marquises – simplicity

Emilie Skrijelj und Tom Malmendier brauche nicht viel zu sagen, sie improvisieren. Zwei Stimmen atmen gemeinsam, tauschen sich aus, verheddern sich schlängeln aneinander hoch wie eine Zwirnpflanze. 

Tom Malmendier – Trommeln und Objekte

Emilie Skrijelj – Akkordeon, Turntables, Elektronik

https://www.tomalmendier.com

https://www.emilieskrijelj.com


04. Oktober 2020 – ENDLICH FREI! / Fie Schouten – endlich.

Zwei MusikerInnen treffen sich auf der Bühne um Kompositionen und Improvisationen zu spielen, aber auch um einander zuzuhören. ENDLICH FREI zelebriert die Freiheit innerhalb und ausserhalb der Komposition und zeigt die Grenzen innerhalb und ausserhalb der Improvisation.

Kontrabass solo:

Helmut Lachenmann – Toccatina

Georges Aperghis (1945) – Obstinate

Rebecca Saunders (1967) – Fury

 

(Contra) Bassklarinette solo:

Petra Stump-Linshalm – from Uisge Beatha (A Guide to Flavours) (2015)

Rozalie Hirs – Article 7 (2012)

Unsuk Chin – Advice from a Caterpillar

 

Kontrabass & Bassklarinette

Frederik Neyrinck – 4 Fragments (2018)

 

Fie Schouten – Tiefe Klarinetten

Florentin Ginot – Kontrabass

www.fieschouten.nl

www.bassclarinet.nl


11. Oktober 2020 – Erntedank / [mahd] – simplicity

Herr Löschel sitzt am Rhodes. Herr Klien am Computer.

Frei und haltlos wird musiziert, den Zufall als Freund an der Seite. Wege finden sich, Fortschritt spurt seine Bahn und in der Luft mischt sich, was aus unterschiedlichen Quellen vor die Schallwandler fand.

Hannes Löschel – Rhodes E-Piano

Volkmar Klien – Computer

www.wolkmarklien.com/mahd


24. Oktober 2020 – Doña Sebastiana_FĂĽr V /Angelica Castello & JĂ©rĂ´me Noetinger – endlich.

Start 23:55

Der heilige Vitalis ist ein Treuer Begleiter gewesen während sehr wichtiger Jahre meines Lebens, als ich die Reihe Neue Musik in St.Ruprecht gegründet und über 13 Jahre betreut habe, er war immer dabei, teilweise wurde er auch in die Musik oder Inszenierungen hinein bezogen. Ein guter Alter Freund.

Santa Muerte („heiliger Tod“), auch La Santísima Muerte („der allerheiligste Tod“); Doña Sebastiana, ist eine weibliche Figur, die vor allem in Mittel- und Lateinamerika um Liebe, Glück, Schutz, Gesundheit oder die Wiedererlangung verlorener Dinge angerufen wird. La Santa Muerte wird vor allem in Mexiko, Kuba und in US-amerikanischen Städten mit hohem Anteil lateinamerikanischer, vor allem mexikanischstämmiger Einwohner angerufen. Ihre Anhängerschaft setzt sich aus Angehörigen aller Gesellschaftsschichten zusammen, findet sich jedoch traditionell im Kriminellenmilieu.

Dieser Abend ist dem Heiligen Vitalis gewidmet… und allen anderen Toten. Die Flöten fauchen und verschlingen sich in die Tapes der Tonbandmaschine, field recordings von alten verschwundenen Stimmen, Beerdigungen, und Geister-Blaskapellen umarmen den Raum und die Klänge möchten Vitalis einladen, einen Toten(liebes)tanz mit Doña Sebastiana zu tanzen.

AngĂ©lica CastellĂł – Paetzold, tapes, radios, electronics, häkeln, Installation

JĂ©rĂ´me Noetinger – Revox, radio, tapes, electronics

http://castello.klingt.org


29. Oktober 2020 – lapse / Drøøm – endlich.

Beginn 21:00

Drøøm (Clemens Hausch & Benjamin Tomasi) untersuchen in dem Projekt lapse für die Kirche St. Ruprecht die räumliche Beschaffenheit, deren Ausdehnung und Endlichkeit in einem akustischen und visuellen Transformationsprozess. Mittels Impulsen wird der Raum vermessen und die Zeit in Segmente geteilt. In den Spannungsräumen zwischen den einzelnen Impulsen tritt die Architektur in den Vordergrund. Das Verklingen des Raumes – verstanden als sinnlich erfassbare Vergangenheit – ist Hauptakteur der Klangchoreographie.

So wie das Licht Teile des Körpers der Kirche visuell beleuchtet, so „beleuchtet“ der Impuls diese auf akustische Art und Weise. Die „aurale Architektur“ der Kirche wird hörbar. (Vgl. Blesser, Salter: Spaces Speak, 2006) Diese Koppelung aus Ton, Licht und Direktionalität erzeugt bei den Besucher_innen sehr vollständige und körperliche Eindrücke und erwirkt eine „sensorische Gewissheit“.

C. Hausch (Elektronik)

Benjamin Tomasi (Elektronik)

www.clemenshausch.com


 

EXTERN – Alte Gerberei, St.Johann in Tirol

presented by Neue Musik St.Ruprecht

 

30. Oktober 2020 – KNUSP – Beginn 20:00

Dieses Ensemble steht als erstes Projekt für eine neues Format der Begegnung, initiiert von der Neuen Musik St.Ruprecht. Einmal pro Saison lädt das Kuratoren-Team geschätzte MusikerInnen der Echtzeitmusik ein um sich mit Ihnen musikalisch auszutauschen. 

Bei diesem Zusammentreffen werden Synergien genauso wie Gegensätze gepflegt und kultiviert. Ein musikalischer Meinungs- und Erfahrungs-Austausch von ProtagonistInnen der zeitgenössischen Improvisationskunst. 

Susanna Gartmayer | Bass-Klarinette

Margarete Mayerhofer-Lischka | Kontrabass

Gobi Drab | Flöten

Klaus Haidl | Saiteninstrumente

http://www.muku.at


08. November 2020 – Klangautomat Ruprechtskirche / WIEN MODERN – simplicity

Im Rahmen des Werkstätten-Rundgangs von Wien Modern verwandeln wir die Ruprechtskirche selbst in eine Atelier für Instrumentenbauer.

Timothy Didymus und Joshua Legallienne sind zwei britische Künstler, die mit den Möglichkeiten eines unverstärkten akustischen Klangs arbeiten. 

Für Wien Modern bereiten Sie den Raum mit Instrumenten, musikalischen Automaten und kinetischen Skulpturen vor, die sich mit den spezifischen historischen architektonischen und akustischen Qualitäten des Gebäudes befassen.

Die Idee von reConvert geht von der Notwendigkeit aus, den Raum zu untersuchen, seine Eigenschaften und sein akustisches Potenzial zu erfassen und diese als Ausgangspunkt zu nehmen. Um diese Raum-Eigenschaften hörbar zu machen werden ausschließlich perkussive Impulse verwendet. Den Klangkörper bilden der Raum selbst mit all seinen Materialien und Oberflächen. Zur Umsetzung werden Solenoide als Medium verwendet.

Die Arbeit von reConvert basiert auf der Theorie von Marshall McLuhan „Die Erweiterung des Menschen“. Die Idee, dass Technologie eine Erweiterung des menschlichen Organismus ist, wird regelmäßig in der Geschichte des Denkens über Technologie angetroffen. Die Idee in ihrer grundlegendsten Form ist, dass technische Objekte den menschlichen Organismus erweitern, indem sie körperliche und geistige Fähigkeiten replizieren oder verstärken.

Diese Veranstaltung belebt den Bereich zwischen  konventionellem Konzert und Klangkunstausstellung. Vor und nach  den Aufführungen werden die ZuschauerInnen ermutigt, St. Ruprecht zu erkunden und die klanglichen Interventionen und ihre Beziehung zum Ort zu entdecken.

www.timothydidymus.com

Joshua Legallienne

www.reConvert.org


EXTERN – Forum Stadtpark, Graz

presented by Neue Musik St.Ruprecht

 

21. Jänner 2021 – KNUSP – Beginn 20:00

Dieses Ensemble steht als erstes Projekt für eine neues Format der Begegnung, initiiert von der Neuen Musik St.Ruprecht. Einmal pro Saison lädt das Kuratoren-Team geschätzte MusikerInnen der Echtzeitmusik ein um sich mit Ihnen musikalisch auszutauschen.

Bei diesem Zusammentreffen werden Synergien genauso wie Gegensätze gepflegt und kultiviert. Ein musikalischer Meinungs- und Erfahrungs-Austausch von ProtagonistInnen der zeitgenössischen Improvisationskunst.

Susanna Gartmayer | Bass-Klarinette

Margarete Mayerhofer-Lischka | Kontrabass

Gobi Drab | Flöten

Klaus Haidl | Saiteninstrumente

 


07. März 2021 – The Acousmatic Project – simplicity

Akusmatische Musik bezeichnet musikalisch-akustische Ereignisse, deren Klang nicht im Zusammenhang mit deren Entstehungsobjekten steht. In der Vorstellung der Zuhörenden entstehen individuelle Phantombilder, die zu eigenen Geschichten werden. Anders gesagt: Die Akusmatik ist das Hören des Hörens.

Um diesen Vorgang erlebbar zu machen, werden Klangkompositionen ĂĽber viele Lautsprecher – ein Lautsprecherorchester, das Akusmonium – projiziert.

Thomas Gorbach – Interpretation

Tobias Schubert – Technik

theacousmaticproject.at


 

April 2021 – Hedda – simplicity

Das Duo Hedda verfolgt musikalisch drei Ziele:

-) Die aktuelle Musik unserer Zeit zu spielen.

-) Die musikalische Sprache unserer Zeit zu pflegen.

-) Das Format der Kammermusik zu pflegen.

Das erste Programm dieser intimen Besetzung besteht aus neuen Werken von Peter Ablinger, Gunter Schneider, Susanna Gartmayer, Tamara Friebel und Hannes Dufek.

Sophia Goidinger-Koch – Violine

Klaus Haidl – Gitarre


09. Mai 2021 – Heilbron & Hvizdalek DOPPELKONZERT – simplicity

Der australisch-deutsche Musiker Jonathan Heilbron überlagert, verwebt und bewegt die Klänge von vier tragbaren Heimorgeln. Diese gut gealterten Instrumente bringen ihre individuellen Klang- und Spiel-Eigenschaften (mikrotonale Fluktuationen, Geräusche, dynamische Unschärfen) in den musikalischen Prozess ein. Das Klangergebnis ist zugleich simple, meditativ und hoch komplex.

Agnes Hvizdalek konzipiert ein neues Werk für den Klangraum der Ruprechtskirche. Mit Neugierde und Beharrlichkeit bewegt sich die Stimm-Virtuosin stets an der Grenze zum unmenschlichen und findet dort Materialien und Möglichkeiten, die im Prozess des Kennenlernens zu guten Vertrauten werden.

Jede Performance dauert ca. 40min, es gibt eine Pause.

Jonathan Heilbron – chord organs

Agnes Hvizdalek – Komposition, Stimme

Daniel Lercher – Tontechnik

agneshvizdalek.at

daniellercher.org


 
 
13. Juni 2021 – The Space Between Us – simplicity
 

Diese Duo-Musik ist ein intimer, intensiver Blick zwischen zwei kontrastierenden Charakteren. Indem wir den gegensätzlichen Klangfarben und Tendenzen unserer einzelnen Instrumente zuhören, gestalten wir den Raum zwischen uns. In der Zirkulation unseres Klangs finden wir gemeinsame Töne und konstruieren unsere Musik aus dieser gemeinsamen Resonanz und Stille. Diese Musik ist unser ständiges privates Gespräch. Wie bei allen guten Gesprächen ist der Geist unserer spontanen Co-Kompositionen einfach und ehrlich, während der Raum für Erforschung und Ausdruck reif für Komplexität ist.

Die unerwartete Verbindung von Baritonsaxophon und Viola d’amore mit gegensätzlichen idiomatischen Klangfarben und Tendenzen bietet faszinierendes Material fĂĽr kreative Debatten und ĂĽberraschende Ăśbereinstimmung.

Jennifer Thiessen – Viola d´amore

Ida Toninato – Bariton Saxophon

JenniferThiessen.ca

Idatoninato.com